Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte des Braschosser TV 1913
Vereinsgeschichte des Braschosser TV 1913
Ein Bilck auf die über hunderjährige Vereinsgeschichte des Braschosser TV aus Siegburg

Wie viele andere Vereine die seit über 100 Jahren bestehen, kann auch der Braschosser TV 1913 auf eine lange und bewegende Vereinsgeschichte zurückblicken.

Jedes einzelne Ereignis und jeden einzelnen engagierten Menschen zu erwähnen, der den BTV zu dem gemacht hat was er heute ist, würde sicherlich viel zu weit führen. Doch auf ein paar Meilensteine der Vereinsgeschichte möchten wir gerne eingehen.

Gegründet wurde der Braschosser TV 1913 von 21 Dorfbewohnern am 12. Januar 1913. Geräteturnen und Leibesübungen wurden den Mitgliedern angeboten.

1914 wurde im Januar ein Theaterstück aufgeführt und die Mitgliederzahl stieg über 50. Doch kaum im Aufschwung kam auch schon der 1. Weltkrieg und der Turnbetrieb wurde eingestellt.

1918 ging es dann heiter weiter und Leichtathletik und auch Fußball wurde im BTV angeboten.

Am 20. Juni 1920 wurde unsere Vereinsfahne geweiht, die wir auch heute noch mit Stolz unser Eigen nennen.

1929 wurden 2,5 Morgen „Auf der Hoven“ angepachtet. Auf dem Feld wurde nun Leichtathletik und Fußball, aber auch Handball und Faustball gespielt. Die Handballabteilung wurde 1936 wieder aufgelöst, da die besten Spieler zur Polizei und Wehrmacht gingen.
Am 3. Juli 1938 feiert der BTV sein 20 jähriges Bestehen mit einem großen Turnerball in den Sälen der Lokale Pohl (jetzt Gasthaus „Zur Talsperre“, Braschoss) und Müller (jetzt Gasthaus „Zum Turm“, Schreck).
Wieder wurden die meisten Mitglieder des Vereins eingezogen und der 2. Weltkrieg brachte das Vereinsleben zum Erliegen.

Doch am 30. September 1945 gab es die erste Mitgliederversammlung nach dem Krieg und der Turn- und Sportbetrieb wurden wieder aufgenommen.

1946 wird ein neuer Vereinssportplatz oberhalb von Franzhäuschen angelegt.
1955 wird Braschoss in die Stadt Siegburg eingemeindet. Am 2. Adventssonntag findet seitdem bis heute die Nikolausfeier des BTV statt, an der die Kinder und Jugendlichen ihr Können präsentieren und am Ende vom Nikolaus mit einer Tüte beschenkt werden. Diese Veranstaltung ist seither ein fester Bestandteil des BTV Terminkalenders.
Ebenfalls seit 1955 führt der BTV zusammen mit dem MGV „Sängerbund“ Braschoss eine große Karnevalssitzung durch. Auch das ist ein Termin, der in keinem Vereinsjahr fehlen darf.

Am 22. Juni 1963 feiert der BTV sein 50jähriges Jubiläum. Zu dieser Zeit hat der BTV 168 Mitglieder. Einige sind bis heute noch Mitglied im BTV. Schon in der damaligen Festschrift fordert der Verein von der Stadt den Bau einer Turnhalle für die Ortsteile, Schreck, Braschoss, Schneffelrath und Heide. Ein Engpass, dem sich der Verein bis zu seinem 100jährigen Bestehen noch immer stellt.

1963 wird erneut eine Faustballabteilung gegründet und regelmäßig auf dem Sportplatz Franzhäuschen Faustball gespielt.
1968 nimmt erstmalig eine Herrenmannschaft des BTV an den Faustball Gaumeisterschaften teil.

1969 wird der Sportplatz Franzhäuschen aufgegeben. Das Training findet auf dem heutigen Kinderspielplatz in Braschoss statt.
1970 fügt sich die BTV Kinderkarnevalssitzung in den jährlichen Terminkalender ein. Auch das ist eine Veranstaltung, die wir bis heute traditionell jedes Jahr durchführen.

1972 wird der Sportplatz „Auf der Hoven“ in Betrieb genommen. Hier haben vor allem die Faustballer bis heute ihr sportliches zu Hause und finden ebenso alle Feste des BTV statt.

1976 gründet Harald Wirtz eine Tischtennisabteilung, die bis Anfang der 90er Jahre im BTV besteht.

1983 klettert die Mitgliederzahl des BTV erstmals über 400 Mitglieder.

Am 3. Juli 1988 wird der BTV 75 Jahre alt. Eine große Feier mit Festumzug, Faustballturnier, und Festabend krönt dieses Jubiläum.

Der Saal der Gaststätte „Zum Turm“ wird von der Stadt Siegburg als Mehrzweckraum umgebaut und renoviert. Bis heute finden hier alle Sportgruppen des BTV ein zu Hause, die nicht auf dem Sportplatz „Auf der Hoven“ trainieren können.

In den folgend Jahren musste sich der Braschosser TV den örtlichen Gegebenheiten anpassen und sein Sportangebot deutlich verändern, um als Verein weiterhin bestehen zu können. Die fehlenden Trainingsmöglichkeiten im Saal (es ist nun mal keine Turnhalle), fehlende Übungsleiter und die sich ändernden Sportarten im Schulsport hatten zur Folge, dass auch der BTV sein Sportangebot anpassen musste.

1989 wird mit dem Aufbau einer Schülerinnenmannschaft im Faustball begonnen.

1994 richtete der BTV sogar die Deutsche Meisterschaft der männlichen C-Jugend im Faustball in der Sporthalle „Zum Neuenhof“ aus. Die Mannschaft des BTV erreicht hier einen tollen 7. Platz.

1996 wird auf Initiative von Franz Böck eine koronare Herzsportgruppe gegründet. Diese erfreut sich seitdem großer Beliebtheit und ist noch immer fester Bestandteil des Kursangebotes.

Größte und erfolgreichste Abteilung des Vereins ist die Faustballabteilung.

2002 steigt die Damenmannschaft in die 1. Bundesliga auf. Von 2003 bis 2010 spielt diese ständig in der 1. bzw. 2. Bundesliga auf dem Feld und in der Halle.

2003 folgen die Herren mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Hier spielen sie von 2004 bis 2007 erfolgreich.

2006 kommt der Zirkus-Workshop in das BTV Angebot. Dieser erfreut sich auch großer Beliebtheit und sucht bei anderen Vereinen seinesgleichen.

2008 folgen weiter neue Kurse. Flexi-Bar, Kinderballett und HipHop findet den Weg ins Kursprogramm.

2010 erreicht die weibliche Jugend U12 im Faustball den Titel des Deutschen Meisters und damit den größten Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte.

2013 feiert der BTV sein 100jähriges Bestehen mit einem großen Festabend und einem riesen Sommerfest im Festzelt auf dem Sportplatz Auf der Hoven.

2014 belegt die weibliche U16 auf der Deutschen Meisterschaft in Eibach den 4. Platz.

2015 erreicht die Frauen 30 zum ersten Mal eine DM im Feld und belegt dort am Ende Platz 4.
Julia Rosenberg und Charlotte Weingarten werden mit der RTB Auswahl U18 auf der Deutschen Meisterschaft der Mitgliedsverbände in Kellinghusen unter Trainerin Corinna Rosenberg Deutscher Meister.

2015/2016 qualifizieren sich die Frauen 30 mit einem 4. Platz auf der Norddeutschen Meisterschaft in der Hallensaison erneut für die Deutsche Meisterschaft. Auf der DM in Moslesfehn holen die Damen sensationell die Bronzemedaille und sorgen damit für den zweitgrößten Erfolg der Vereinsgeschichte!